Google Speed Update – Was sich jetzt für Ihre Website ändert

Am 9. Juli war es soweit: Das lang angekündigte Google Speed Update wurde wirksam. Damit macht die weltgrößte Suchmaschine den sogenannten Pagespeed, also die Ladezeit einer Website, auch für mobile Webseiten zum Rankingfaktor. Seiten, die auf Mobilgeräten langsam laden, verlieren gute Rankingpositionen nun an Websites mit schnellen Ladezeiten und hoher User Experience. Hintergrund ist, wie auch bei dem bereits ausgerollten Update „Mobilegeddon“ und dem „Mobile-First-Index“, das Ziel, das Web insgesamt mobilfreundlicher zu gestalten.

Welche Folgen das Google Speed Update mit sich gebracht hat, wie Sie Ihre Seite dahingehend anpassen und für welche Seiten überhaupt Handlungsbedarf besteht, lesen Sie in unserem Artikel.

Relevante Faktoren für das Suchmaschinen-Ranking

Generell spielen diverse Faktoren beim Suchmaschinen-Ranking einer Webseite eine Rolle. Dazu gehören der Qualitätsfaktor einer Seite, die Usability (dt. „Benutzerfreundlichkeit, „Gebrauchstauglichkeit“, z.B. wie schnell kommt der User zur gewünschten Information?), interne Backlinks, optimierter Seitenaufbau und –struktur, die SERP Snippet Optimierung und einige weitere. Bereits seit 2010 gilt laut Google die Site Speed, die Ladegeschwindigkeit einer Seite, offiziell als „Signal“ im Ranking Algorithmus. Internetseiten mit zu langen Antwortzeiten werden demnach in den Suchergebnissen benachteiligt. Allerdings galt dies bislang nur für die Desktop-Suche.

Nach dem im Frühjahr von Google veröffentlichten „Mobile First Index“, mit welchem Google die mobile Version einer Seite heranzieht, um deren Relevanz für die mehrheitlich mobilen Nutzer zu bewerten, folgte nun das „Google Speed Update“.

Was beinhaltet das Google Speed Update und wie können Website-Betreiber reagieren?

Das Google Speed Update bedeutet im Wesentlichen, dass nun die Ladezeit auch für mobile Seiten zum Rankingfaktor wird. Mobile Seiten, die sehr langsam sind, werden also nun – wie schon länger bei den Desktop Versionen üblich – von Google mit einem schlechteren Ranking in den mobilen Suchergebnissen „abgestraft“.

Grund hierfür ist vor allem die User Experience, also die Nutzererfahrung mit der Zielseite, die von Google als extrem wichtig eingestuft wird. Nachweislich verlässt bereits mehr als die Hälfte aller User die aufgerufene Seite, wenn die Ladezeit mehr als 3 Sekunden beträgt – ganz gleich ob in der mobilen oder Desktop-Ansicht. Daneben steigt die mobile Internetnutzung von Jahr zu Jahr.

Laut Google haben Seiten mit einzigartigem Inhalt und gutem Aufbau zwar kurzfristig weiterhin die Chance, in den Suchergebnissen weit oben zu stehen. Allerdings wird die Gewichtung der Ladezeiten langfristig immer stärker werden.

Wer wissen möchte, wie „schnell“ die eigene Webseite ist, kann sowohl die Ladezeit der Desktop-Version als auch der mobilen Version mit einem speziellen Google Tool ermitteln. Google Pagespeed Insights zeigt in Sekundenschnelle, ob Handlungsbedarf besteht oder nicht.

Wie kann die Ladegeschwindigkeit einer Seite verbessert werden?

Den Pagespeed kann man unter anderem durch folgende Maßnahmen erhöhen:

  • Bildkomprimierung, d.h. Bildgrößen so klein wie möglich und nur so groß wie nötig halten
  • Browser Caching
  • CSS & Java Script-Konsolidierung
  • vernünftige Serverkonfiguration
  • überflüssige Pixel entfernen oder pausieren
  • auf unnötige Animationen verzichten
  • HTML, CSS und Javascript  von unnötigen Kommentaren, Leerzeichen und Zeilenumbrüchen befreien und den Code dadurch verschlanken

Dies sind viele kleine Puzzle-Teilchen, die kombiniert zu einem optimierten Ergebnis führen. Ein regelmäßiger, kritischer Blick aus Kundensicht auf die eigene Webseite ist meist schon der erste Schritt, um Ihr Google Ranking zu verbessern. Gerne unterstützen wir Sie in der strategischen und technischen Optimierung Ihrer Webseite, sodass Sie auch in den mobilen Suchergebnissen weiterhin erfolgreiche Ranking-Ergebnisse erzielen!

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2018-09-24T07:47:27+00:00