Seit mehreren Wochen dürfen wir uns aufgrund der Corona-Pandemie nun schon nicht mehr in größeren Gruppen versammeln oder treffen. Dies beeinflusst nicht nur den persönlichen Alltag eines jeden, sondern verändert auch grundlegend unsere Art zu arbeiten, zu lernen und zu lehren. Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams, über welche Videokonferenzen abgehalten werden können, erleben einen rasanten Anstieg an Nutzern. Auch Lernplattformen, in denen Aufgaben hochgeladen werden können, erleben einen signifikanten Aufschwung – Lehrer versorgen ihre Schüler so mit aktuellem Lernstoff. Was aber ist aus Seminaren geworden? Bei diesen muss es schließlich eine Präsentation mit ständiger Möglichkeit zum Austausch geben und einer Vielzahl an Teilnehmern der Zugriff gewährt sein. Die Antwort ist einfach: Webinare. Aber was genau sind Webinare und wie kann man sie abhalten?

Webinare – was genau sind diese Web-Seminare?

Bei einem Webinar handelt es sich schlicht und ergreifend um ein Seminar, welchse im Word Wide Web – also dem Internet – abgehalten wird. Das Wort Webinar ist eine Zusammensetzung aus den Wörtern „Web“ (von World Wide Web) und „Seminar“. Unterschiedlichste Veranstaltungen können als Webinar bezeichnet werden: Das virtuelle Klassenzimmer kann beispielsweise Vorträge, Onlinebesprechungen oder Marketingveranstaltungen und Online-Marketing beherbergen. Anders als beim Webcast ist ein Webinar auf interaktive Kommunikation ausgelegt. Bei den Online-Kursen können demnach sowohl Moderatoren als auch Co-Moderatoren oder Teilnehmer sprechen und sich im Live-Chat einbringen. Die Kontrolle über diese Funktionen liegt beim Moderator. Webinare eignen sich weiterhin für die Übermittlung von Inhalten, da sich quasi eine unbegrenzte Zahl an Teilnehmern in das Seminar zuschalten kann. Große Marketing- oder E-Learning-Veranstaltungen lassen sich also ohne Probleme abhalten.

Bei spezifischen Plattform-Lösungen handelt es sich weiterhin um einen öffentlichen Marktplatz für Webinare. Die Plattformen umfassen mehr und ausführlichere Funktionen rund um die Promotion und Organisation eines Webinars. Unternehmen können die Online-Plattformen im eigenen Corporate Design gestalten und Informationen über Themen wie soziale Netzwerke, Affiliate-Programme und Event-Foren erlangen. Für viele Betriebe ist diese Funktion eine attraktive Lösung, um mit den Versammlungsverboten in der Corona-Krise umgehen zu können. Vorteile von Webinaren sind beispielsweise, dass alle Dokumente und Schulungsunterlagen nach dem Seminar von den Teilnehmern heruntergeladen werden können und die Teilnahme von jedem erdenklichen Endgerät möglich ist.

Webinare – Was muss man beachten?

Um ein Webinar zu erstellen und abzuhalten, muss einfach eine passende Webinar-Plattform ausgesucht und gestartet werden. Bekannte Software-Lösungen sind beispielsweise GoToMeeting, WebEX oder ClickMeeting. Ein Webinar muss besonders gut vorbereitet werden. Anders als bei einem normalen Seminar müssen mögliche Probleme wir technische Störungen im Vorhinein auf dem Radar stehen. Auch kann man die Aufmerksamkeit der Kunden und Teilnehmer erschwert halten, da kein persönlicher Kontakt besteht und die Gefahr abgelenkt zu werden enorm hoch ist. Die Schamgrenze der Teilnehmer sinkt, wenn sie nicht mit der vortragenden Person gemeinsam in einem Raum sitzen – schließlich können Kamera und Ton ja auch einfach ausgeschalten werden. Für ein erfolgreiches Webinar ist es wichtig, dass die genutzte Webinar-Software genau verstanden und gekannt wird. Nichts lässt Aufmerksamkeit so schnell erlöschen wie Bild- und Tonaussetzer oder eine verschwundene Präsentation.

Hilfe durch Co-Moderatoren

Weiterhin ist es ratsam, einen Co-Moderator mit in das Webinar einzubeziehen. Der eigene Fokus liegt während des Seminares meist fast vollständig auf der Präsentation und dem Referieren. Der Live-Chat und mögliche Fragen rutschen schnell in den Hintergrund – was völlig natürlich ist. Ein Co-Moderator kann sich um Fragen und Einwände kümmern, während Referenten in Ruhe die Präsentation abhalten.

Spannende Präsentationsaufbereitung

Viele Webinar-Teilnehmer möchten ihr Wissen erweitern, Tipps zu bestimmten Themen bekommen und aus den meist kostenlosen Webinaren so viel wie möglich mitnehmen. Das funktioniert natürlich am besten, wenn das Video und die Präsentation interessant gestaltet sind. Mit Screensharing, Youtube, Google und verschiedenen Layouts kann eine öde Power Point Präsentation zu einem spannenden Erlebnis werden.

Keine Experimente starten

Da das Internet so manches Mal unberechenbar ist, ist es gut, sich an die zuvor geübte Version des eigenen Webinars zu halten. Spontanes Ausprobieren kann schnell zu Chaos und Ablenkung führen und die hart erkämpfte Aufmerksamkeit für Ihre Webinare zunichtemachen. Wer zum Beispiel nicht ganz sicher ist, wie Mikrofon-Rechte gesetzt werden, sollte dies entweder vor dem Seminar klären oder im Seminar weglassen.

Nachbereitung nicht vergessen

Sollten Kontakte der Teilnehmer vorhanden sein, können Aufzeichnungen des Webinars, Dokumente und weitere Materialien aus der Präsentation an die Zuhörer weitergeleitet werden. Auch bevorstehende Webinare können angekündigt oder weitere Fragen und Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Webinare sind in einer Ausnahmesituation wie dieser und auch im sonstigen täglichen Leben eine vielseitige und gut ausgereifte Methode, um wichtige und spannende Inhalte interessant vermitteln zu können. Eine Vielzahl an Teilnehmern kann durch die meist kostenfreien Online-Kurse erreicht werden. Auch Quereinsteiger werden sich schnell zurechtfinden und haben die Chance, ein bisschen Normalität in diese turbulente Zeit zu bringen. Wer Interesse daran hat ein Webinar zu starten, sollte sich also nicht durch Ungewissheiten zurückhalten lassen, sonder die Softwares und Plattformen einfach ausprobieren. Das Ergebnis wird positiv überraschen.

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